KfW-Baubegleitung

KfW-Baubegleitung Hamburg — energetisch, nicht alles.

Energetische Bauteile, LCA für den Klimafreundlichen Neubau, Wärmebrücken-Nachweis, PV im Kontext des GEG (heute: Gebäudemodernisierungsgesetz, GModG) und QNG-Verknüpfung. Statik, Elektrik, Sanitär und Brandschutz begleiten Ihre Fachplaner — wir machen das, was die KfW-Förderfähigkeit entscheidet.

Scope klar definiert

Was wir begleiten — und was nicht.

Unsere KfW-Baubegleitung ist eine energetische Fachleistung. Wir verantworten alle Themen, die direkt in die KfW-/BEG-Förderbilanz einfließen. Für nicht-energetische Gewerke wie Tragwerksplanung, Elektroinstallation oder Sanitär ziehen Sie bitte separate Fachplaner hinzu — das ist sauberer und wirtschaftlich gesehen die richtige Aufteilung.

Leistungsumfang

Sechs Bausteine, energetisch fokussiert.

BzA und BnD

Online-Bestätigung zum Antrag (BzA) vor Förderantrag und Bestätigung nach Durchführung (BnD) als Grundlage für die Auszahlung. Eintrag in der dena-Liste vorhanden.

Energetische Bauteilbegleitung

Dämmung der thermischen Hülle, Fenster mit U-Werten nach GModG-Anforderung, Luftdichtheitsebene. Prüfung vor Verschluss von Bauteilen und Abnahme der Ausführung.

Luftdichtheitsmessung (Blower Door)

Nachweis nach DIN EN ISO 9972 — Pflicht, wenn die Luftdichtheit in der Bilanz angesetzt wird oder eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung eingerechnet ist, und bei der Sanierung zum Effizienzhaus 40 EE. Inklusive Leckage-Ortung und Prüfbericht. Wiederholungsmessung nach Mangelbeseitigung zum regulären Tarif.

Wärmebrücken-Nachweis

Pauschalzuschlag nach DIN 4108 Bbl 2 oder detaillierter Nachweis mit Psi-Werten pro Anschlussdetail. Wir empfehlen je nach Wirtschaftlichkeit.

LCA / Ökobilanz für den Klimafreundlichen Neubau

GWP100-Berechnung nach EN 15978 über 50 Jahre Lebenszyklus mit ÖKOBAUDAT. Schwellen 24 kg CO₂eq/(m²a) für QNG-PLUS, 20 kg für QNG-PREMIUM.

PV-Auslegung im KfW-Kontext

Photovoltaik als anrechenbarer EE-Anteil in der GModG-Bilanz nach DIN V 18599. Auslegung, Eigenverbrauchsabschätzung und Verknüpfung mit Wärmepumpe.

Erwartungsmanagement

Was wir bewusst NICHT begleiten.

Damit das Projekt sauber läuft, sind klare Zuständigkeiten wichtig. Folgende Themen liegen nicht in unserem Scope — bitte ziehen Sie dafür den jeweils passenden Fachplaner hinzu.

Statik / Tragwerksplanung

Prüfstatik, Bewehrungspläne, Tragwerksnachweise — Statikbüro.

Elektroinstallation

Steckdosen, Beleuchtung, Sicherungen, Hausanschluss — Elektrofachbetrieb. PV koordinieren wir mit.

Sanitär / Trinkwasser

Trinkwasserhygiene, Abwasserplanung — SHK-Fachplaner. Warmwasserbereitung als Teil der Anlagentechnik begleiten wir.

Aufzugstechnik

Aufzüge jeder Art — Aufzugsbauer und TÜV.

Allgemeiner Brandschutz

Brandschutzkonzept, Fluchtwege, Brandabschnitte — Brandschutzfachplaner.

Bauleitung / Generalplanung

Gewerke-Koordination, Vergabe, Abrechnung — Architekt oder Bauleitung. Wir liefern in die Bauleitung zu.

Vertrauen seit 2006

M-Tectum in Zahlen

20 Jahre
Am Markt seit 2006
Hamburg & Norddeutschland
350
Messungen pro Jahr
Blower Door · Durchschnitt der letzten Jahre
7000+
Messungen gesamt
Über 20 Jahre Vor-Ort-Praxis
DIN EN ISO 9972
Messverfahren
Prüfberichte normkonform nach dieser Norm
Pflicht-Dokumente pro Programm

Was wir je Förderpfad erstellen.

Programm Vor Antrag Nach Durchführung Weiteres
BEG EM (Einzelmaßnahmen — BAFA / KfW) TPB (Technische Projektbeschreibung) vor Antragstellung TPN (Technischer Projektnachweis) nach Durchführung Hydraulischer Abgleich, ggf. iSFP-Bonus
KfW 261 — Wohngebäude-Kredit (Sanierung zum Effizienzhaus) BzA vor Antragstellung BnD inkl. Tilgungszuschuss-Nachweis Blower Door, ggf. iSFP, hydr. Abgleich
KfW 297 / 298 — Klimafreundlicher Neubau (KFN) BzA für die gewählte Förderstufe (mit oder ohne QNG) BnD nach Fertigstellung LCA-Nachweis (nicht in der befristeten Stufe EH 55), Blower Door; Förderform ist Zinsverbilligung — kein Tilgungszuschuss
KfW 300 — Wohneigentum für Familien BzA (energetisch wie KFN) BnD nach Fertigstellung Konditionen und Voraussetzungen laut KfW-Merkblatt
iSFP (individueller Sanierungsfahrplan) — — Eigenständiges BAFA-Produkt; löst bei BEG EM den iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten aus (ab 30.000 € förderfähigem Investitionsvolumen, nur auf Ausgaben über der Höchstgrenze ohne iSFP)

BzA = Bestätigung zum Antrag · BnD = Bestätigung nach Durchführung · TPB = Technische Projektbeschreibung (vor Antrag) · TPN = Technischer Projektnachweis (nach Durchführung) — BAFA-Einzelmaßnahmen. Stand 2026, konkrete Konditionen direkt bei der KfW oder im Beratungsgespräch.

Detail

Wärmebrücken-Nachweis — drei Stufen.

Pauschal ohne Nachweis

Delta-U = 0,10 W/(m²K)

Default-Wert nach GModG. Schnellste Variante — für EH40 / KFN selten sinnvoll.

Gleichwertigkeitsnachweis (DIN 4108 Beiblatt 2)

Delta-U = 0,05 W/(m²K)

Reduzierter Zuschlag durch Anwendung der Standard-Anschlussdetails aus Beiblatt 2 bzw. konstruktiv gleichwertige Lösungen. Halbierter Aufschlag bei moderatem Planungsaufwand.

Detaillierter Nachweis (Psi-Werte)

individuell, je Detail

Berechnung der Wärmebrückenverluste pro Anschluss-Detail (Sockel, Fenster, Attika, Balkon) mit zweidimensionaler Stationär-Simulation. Maximale Genauigkeit — sinnvoll bei thermisch anspruchsvollen Gebäuden oder wenn die Punktlandung auf EH40 sonst nicht gelingt.

LCA / Ökobilanz

LCA für den Klimafreundlichen Neubau — Methodik und Schwellen.

Die Lebenszyklusanalyse (LCA) ist Pflichtnachweis für die Stufen „Klimafreundliches Wohngebäude" und „… mit QNG" im Klimafreundlichen Neubau (nicht für die befristete Stufe EH 55). Berechnungsgrundlage: EN 15978, Betrachtungszeitraum 50 Jahre, Datensätze aus der ÖKOBAUDAT des BBSR. Bewertet werden die Module A1–A3 (Herstellung), B4/B6 (Erneuerung, Betriebsenergie) und C3/C4 (Entsorgung).

Grenzwerte GWP100 (Lebenszyklus)

  • ≤ 24 kg CO₂eq/(m²a) — QNG-PLUS
  • ≤ 20 kg CO₂eq/(m²a) — QNG-PREMIUM (verschärfte Stufe)
  • Bezugsgröße — Nettoraumfläche (NRF) nach DIN 277

Was wir beibringen: vollständige Mengenermittlung aus der Planung, Zuordnung jeder Position zu ÖKOBAUDAT-Datensätzen, GWP-Berechnung, Sensitivitätsanalyse der relevanten Bauteile (Dämmung, Beton, Holz, Fenster) und ggf. Optimierungsvorschläge, wenn der Zielwert knapp wird. Ergebnis: prüfbarer LCA-Bericht plus Datensatz für die QNG-Zertifizierungsstelle.

Programm-Details: KfW 297 / 298 (KFN) und EH40-NH.

Photovoltaik

PV im KfW-Kontext — als EE-Anteil bilanziert.

Photovoltaik ist im KfW-Neubau aus zwei Gründen zentral: Erstens senkt der eigenverbrauchte Strom den Primärenergiebedarf in der GModG-Bilanz (DIN V 18599) — das kann helfen, die EH40-Schwelle sauber zu unterschreiten. Zweitens reduziert eigenverbrauchter PV-Strom die Betriebs-Emissionen in der LCA — relevant für die GWP-Grenzwerte im Klimafreundlichen Neubau.

Wir legen die Anlage gemeinsam mit dem Elektro-Fachplaner aus — Modulfläche, Ausrichtung, Eigenverbrauchsquote, Pufferspeicher und Verknüpfung mit der Wärmepumpe. Ergebnis ist ein wirtschaftlich und energetisch ausbalanciertes PV-Konzept, das die Förderbilanz gezielt verbessert. Die Bauausführung der PV übernimmt der Elektrofachbetrieb, die energetische Anrechnung dokumentieren wir in BzA und BnD.

Qualifikationen

Was uns ausweist — belastbar, nicht behauptet.

Alles, was Sie unten sehen, ist aktuell gültig und in den offiziellen Listen eingetragen. Keine Buzzwords, keine fiktiven Siegel.

DIN EN ISO 9972
Messverfahren 3 (Anhang NA)
dena-Energieeffizienz-Experte
für Förderprogramme des Bundes
Energieeffizienz-Experte (KfW)
für Wohn- und Nichtwohngebäude
BAFA-Energieberater
für Wohngebäude (EBW)
Energieberater (HWK)
Handwerkskammer für Schwaben
Seit 2006 am Markt
Energieberatung & Messtechnik
FAQ

Häufige Fragen zur KfW-Baubegleitung

Welche Themen begleitet M-tectum in der KfW-Baubegleitung?
Ausschließlich die energetisch und nachhaltigkeitsrelevanten Gewerke: Dämmung der thermischen Hülle, Fenster und Türen, Luftdichtheit, Wärmebrücken, Anlagentechnik für Heizung/Lüftung/Warmwasser (soweit förderrelevant), Photovoltaik im Kontext der GModG-Bilanz sowie die LCA / Ökobilanz für den Klimafreundlichen Neubau und QNG. Alles, was die KfW-Förderfähigkeit beeinflusst.
Welche Themen begleitet M-tectum bewusst NICHT?
Wir begleiten keine Tragwerksplanung, Elektroinstallation (Steckdosen, Beleuchtung, Sicherungen), Aufzugstechnik, Sanitär- und Trinkwasserinstallation und keinen allgemeinen Brandschutz. Dafür ziehen Sie bitte den jeweiligen Fachplaner hinzu — wir vermitteln gern. Unsere KfW-Baubegleitung ist eine fachlich enge energetische Leistung, kein Generalunternehmer-Ersatz.
Pauschaler Wärmebrückenzuschlag oder detaillierter Nachweis — was lohnt sich?
Drei Stufen: 0,10 W/(m²K) als Default ohne Nachweis, 0,05 W/(m²K) bei Anwendung von DIN 4108 Beiblatt 2 (Gleichwertigkeitsnachweis), individueller Psi-Wert bei detailliertem Nachweis pro Anschluss. Für EH40 und KFN lohnt sich meist Bbl 2 oder detailliert. Wir rechnen die Wirtschaftlichkeit im Erstgespräch für Ihr Bauteilkonzept.
Was umfasst die LCA für den Klimafreundlichen Neubau genau?
Berechnung des GWP100 (Global Warming Potential, 100 Jahre) über den Lebenszyklus nach EN 15978, Betrachtungszeitraum 50 Jahre, mit Datensätzen aus der ÖKOBAUDAT. Zielwerte: ≤ 24 kg CO₂eq/(m²a) für QNG-PLUS, ≤ 20 kg CO₂eq/(m²a) für QNG-PREMIUM (Lebenszyklus). Wir brauchen dafür eine vollständige Materialliste mit Mengen — daher empfehlen wir den Einstieg ab LP 2.
Wie wird die PV-Anlage in der KfW-Bilanz angerechnet?
Strom aus gebäudeintegrierter Photovoltaik wird in der DIN V 18599-Berechnung als erneuerbarer Anteil angerechnet. Der bilanzielle Effekt hängt von Modulfläche, Ausrichtung, Eigenverbrauchsquote (besonders relevant bei Wärmepumpe) und Pufferspeicher ab. Für EH40 kann das entscheidend sein, um die 40-%-Primärenergie-Grenze sicher zu treffen. Wir legen die Anlage zusammen mit dem Elektro-Fachplaner auf den Förder-Optimalpunkt aus.
Ist KfW 261 noch für Neubau nutzbar?
Nein. KfW 261 (Wohngebäude-Kredit) gilt seit der KFN-Umstellung nur noch für Sanierung zum Effizienzhaus. Neubau läuft über KfW 297/298 (Klimafreundlicher Neubau) oder KfW 300 (Wohneigentum für Familien). KfW 297 und 298 sind Zinsverbilligungs-Programme ohne Tilgungszuschuss.
Ist die Baubegleitung selbst förderfähig?
Im BEG-EM-Rahmen werden 50 % der förderfähigen Baubegleitungskosten bezuschusst (max. 5.000 € bei EFH/ZFH, max. 2.000 € pro WE bei ≥ 3 WE, Deckel 20.000 €). In der Sanierung zum Effizienzhaus (KfW 261) gibt es auf Fachplanung und Baubegleitung 50 % Tilgungszuschuss (förderfähig bis 10.000 € bei EFH/ZFH bzw. 4.000 € pro WE bei MFH, max. 40.000 €). Bei KFN (297/298) ist die Baubegleitung in den förderfähigen Investitionskosten enthalten. Stand 2026, aktuelle Konditionen direkt bei der KfW.
Wann steigt der Experte ein?
Vor Antragstellung muss die BzA stehen — der Experte rechnet also vorher die Energiebilanz und bestätigt die Förderfähigkeit. Für den Klimafreundlichen Neubau (mit LCA) empfehlen wir den Einstieg ab Leistungsphase 2, weil die Ökobilanz konkrete Materialdaten braucht. Später eingestiegen wird die LCA teurer oder unmöglich.
Begleiten Sie auch QNG-Audits?
Ja, in Kombination. Wenn die KfW-Stufe „Klimafreundliches Wohngebäude – mit QNG" gefördert werden soll, brauchen Sie das QNG-Plus oder Premium-Siegel. Wir verknüpfen die KfW-Baubegleitung und das QNG-Audit in einer Hand — das spart Doppelarbeit und stellt sicher, dass die Nachhaltigkeits-Nachweise konsistent sind. Details: QNG-Audit und QNG-Vorprüfung.
Welche Nachweise muss ich am Ende der Bauphase abgeben?
Je nach Programm u. a.: Blower Door-Prüfbericht (wenn die Messung gefordert oder im Nachweis angesetzt ist), hydraulischer Abgleich (bei wasserführender Heizung), Datenblätter und Lieferscheine der eingebauten wärmerelevanten Materialien (für LCA und QNG), Inbetriebnahme-Protokolle der Anlagentechnik (Heizung, Lüftung, PV). Wir führen die Bauakte mit und übergeben sie strukturiert mit der BnD.
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